Wer sollte keine Low-Carb-Diät machen

Die Low-Carb-Diät ist in den letzten Jahren sehr populär geworden. Dabei wird der Anteil an Kohlenhydraten in der Ernährung stark reduziert, um abzunehmen oder den Blutzuckerspiegel zu senken. Allerdings ist eine Low-Carb-Ernährung nicht für jeden geeignet. Für manche Personengruppen kann der weitgehende Verzicht auf Kohlenhydrate sogar gesundheitsschädlich sein.

Risiken einer Low-Carb-Diät

Eine Low-Carb-Diät bedeutet nicht nur den Verzicht auf Brot, Nudeln und Süßigkeiten. Auch Obst, Gemüse und Getreideprodukte, die wichtige Nährstoffe liefern, werden stark eingeschränkt oder ganz weggelassen.

Gesundheitliche Risiken einer Low-Carb-Diät können vielfältig sein. Der weitgehende Verzicht auf Kohlenhydrate kann zu Nährstoffmängeln führen, insbesondere bei Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen. Eine unzureichende Zufuhr an Kohlenhydraten kann den Körper in einen Zustand der Ketose versetzen, der Übelkeit, Müdigkeit und Kopfschmerzen verursachen kann. Zudem kann eine hohe Eiweißzufuhr die Nieren belasten, insbesondere bei Personen mit bereits eingeschränkter Nierenfunktion. Der erhöhte Konsum von Fleisch, Wurst, Eiern und Käse, der oft mit Low-Carb-Diäten einhergeht, kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Krebsarten erhöhen.

  • Dadurch kann es zu einem Nährstoffmangel kommen, insbesondere bei Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen.

  • Ohne eine ausreichende Zufuhr an Kohlenhydraten kann der Körper in einen Zustand der Ketose geraten. Dabei produziert die Leber Ketonkörper, die unter anderem zu Übelkeit, Müdigkeit und Kopfschmerzen führen können.

  • Bei einer kohlenhydratarmen Ernährung greift der Körper vermehrt auf Eiweiß als Energielieferant zurück. Dies kann die Nieren belasten und bei Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion problematisch sein.

  • Eine Low-Carb-Diät enthält häufig viel Fleisch, Wurst, Eier und Käse. Der hohe Konsum von tierischen Produkten kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Krebsarten erhöhen.

Für wen eine Low-Carb-Diät nicht geeignet ist

Zielgruppen, für die Low Carb nicht geeignet ist, umfassen Kinder und Jugendliche, Schwangere und Stillende, ältere Menschen, Sportler, Menschen mit Nierenerkrankungen und Personen mit Essstörungen. Diese Gruppen haben spezifische Ernährungsbedürfnisse oder gesundheitliche Bedingungen, die eine kohlenhydratreiche Ernährung erfordern oder durch eine Low-Carb-Diät negativ beeinflusst werden können.

Aus den genannten Gründen sollten bestimmte Personengruppen besser keine Low-Carb-Diät machen:

Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche befinden sich noch im Wachstum und haben daher einen erhöhten Nährstoffbedarf. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Kohlenhydraten ist wichtig für ihre geistige und körperliche Entwicklung.

Schwangere und Stillende

Eine Low-Carb-Ernährung deckt in der Regel nicht den gesteigerten Nährstoffbedarf in der Schwangerschaft und Stillzeit. Zudem können Ketonkörper in der Muttermilch die Gesundheit des Säuglings beeinträchtigen.

Ältere Menschen

Im Alter steigt der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen, welche vor allem in kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse und Vollkornprodukten enthalten sind. Eine Mangelernährung sollte vermieden werden.

Sportler

Bei körperlicher Aktivität sind Kohlenhydrate der wichtigste Energielieferant für die Muskeln. Ohne ausreichend Kohlenhydrate sinken die Leistungsfähigkeit und Regenerationsfähigkeit.

Menschen mit Nierenerkrankungen

Bei eingeschränkter Nierenfunktion führt eine hohe Eiweißzufuhr zu einer zusätzlichen Belastung der Nieren. Low Carb ist daher für Menschen mit chronischen Nierenerkrankungen nicht zu empfehlen.

Menschen mit Essstörungen

Eine Low-Carb-Diät kann Essstörungen wie Magersucht begünstigen oder verstärken. Betroffene sollten nicht ohne ärztliche Kontrolle ihre Ernährung umstellen.

Tipps für eine gesunde Low-Carb-Ernährung

Möchte man trotz der Risiken eine Low-Carb-Diät ausprobieren, gibt es einige Tipps, um Mangelerscheinungen vorzubeugen:

  • Vollkornprodukte bevorzugen: Vollkornbrot, -nudeln und -reis liefern mehr Nährstoffe als Weißmehlprodukte.

  • Täglich Gemüse essen: Salat, Gurken, Tomaten, Paprika, Brokkoli etc. sind wichtige Lieferanten für Vitamine und Mineralien.

  • Auf Obst nicht verzichten: Zumindest Beerenobst sollte weiterhin gegessen werden.

  • Eiweißquellen abwechslungsreich wählen: Neben Fleisch auch Fisch, Eier, Milchprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse essen.

  • Gesunde Fette bevorzugen: Pflanzliche Öle, Nüsse und Samen anstelle von Butter oder Schmalz verwenden.

  • Ausreichend trinken: Mindestens 1,5 Liter Wasser oder ungesüßten Tee am Tag trinken.

  • Nahrungsergänzungsmittel einnehmen: Bei längerer Low-Carb-Ernährung kann die Einnahme eines Multivitaminpräparats sinnvoll sein.

  • Ärztliche Kontrolle: Vor Beginn einer Low-Carb-Diät unbedingt mit dem Arzt sprechen, um gesundheitliche Risiken auszuschließen.

Fazit

Die Low-Carb-Ernährung ist nicht für jeden geeignet. Kinder, Schwangere, Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen sollten auf eine ausreichende Zufuhr an Kohlenhydraten achten. Mit einer abwechslungsreichen Ernährung und der Beibehaltung vitaminreicher Lebensmittel lassen sich Mangelerscheinungen aber auch bei einer kohlenhydratreduzierten Kost vermeiden. Der Verzicht auf Kohlenhydrate sollte immer unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.